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Product Content Chaos:
Die wahren Kosten für B2B Organisationen

In vielen B2B Organisationen funktioniert das Managen von Produktinformationen nicht reibungslos.
Permanenter Zeitdruck und Korrekturen in letzter Minute gehören zum Alltag. Hier eine zusätzliche Tabelle, da eine weitere Prüfung und dazu eine letzte manuelle Anpassung kurz bevor etwas live geht. In der Regel funktioniert das.
Gerade weil Product Content Chaos im Alltag häufig kompensiert wird, wird es in vielen Unternehmen nicht als strukturelles Problem erkannt.
In Gesprächen mit B2B Organisationen wird Product Content Management fast nie als chaotisch beschrieben. Stattdessen sprechen diese über Wachstum, Komplexität oder vorübergehende Überlastung:
„Wir skalieren schnell.“
„Das ist Teil unserer Wachstumsphase.“
„Es ist gerade eine intensive Zeit.“
Doch hinter diesen Erklärungen steht immer wieder dasselbe Muster: Fragmentierte Daten, manuelle Prozesse und fehlende Transparenz.
Wie fehlende Verantwortlichkeiten Product Content Chaos begünstigen
Definition: Product Content Chaos
Product Content Chaos beschreibt eine Situation, in der Produktinformationen über mehrere Systeme, Teams und Formate verteilt sind, ohne klare Governance, konsistente Datenmodelle oder durchgängige End-to-End Verantwortung.
Product Content Chaos entsteht selten durch eine einzelne falsche Entscheidung oder ein einzelnes nicht funktionierendes System. Vielmehr entwickelt es sich schrittweise über Jahre hinweg durch gut gemeinte Workarounds innerhalb des Product Content Management. Eine Tabelle, die „nur vorübergehend“ angelegt wird, eine Ausnahme, um einen speziellen Fall abzudecken, ein manueller Schritt, der eingeführt wird, um ein dringendes Problem zu lösen.
Jede einzelne Entscheidung ist für sich genommen nachvollziehbar. In ihrer Gesamtheit führen diese Entscheidungen jedoch zu fragmentierten Prozessen und der Überblick geht verloren. In solch einem Fall möchte niemand die Verantwortung dafür übernehmen.
Genau das macht das Chaos im Product Content Management so hartnäckig.
Die Kosten sind real, aber sie verteilen sich über Teams und Prozesse hinweg. Sie tauchen nicht als einzelne Position in der Gewinn und Verlustrechnung auf. Sie verstecken sich in verlorenen Stunden, Nacharbeit, Verzögerungen und Frustration. In der Folge wird das Thema selten offen diskutiert, geschweige denn strukturell angegangen.
Die versteckten Kosten des Product Content Chaos
Die wahren Kosten des Product Content Chaos bleiben oft unsichtbar, meist, bis etwas schiefgeht. Nicht etwa, weil die Auswirkungen gering wären, sondern weil sie verteilt auftreten.
Teams verbringen einen erheblichen Teil ihrer Arbeitszeit damit, Fehler in Produktinformationen zu korrigieren, die bei klaren Prozessen und sauberer Governance vermeidbar gewesen wären. Produkteinführungen verzögern sich, weil Informationen unvollständig oder inkonsistent sind, und Fehler werden nachgelagert behoben, statt vorgelagert verhindert zu werden.
Was wie operative Ineffizienz aussieht, ist in Wahrheit ein strukturelles Muster.
In vielen Organisationen bedeutet Product Content Chaos, dass 20 bis 30 Prozent wertvoller Arbeitszeit für das Managen von Komplexität genutzt wird, statt echten Wert zu schaffen. Dazu zählen Datenabgleiche, Versionsprüfungen und Abstimmungen zwischen Tools und Teams. Zeit, die sonst in optimierte Produkte, schnellere Markteinführungen oder besseren Kundenservice investiert werden könnte.

Mit der Zeit wird dieses Muster normal: Menschen passen sich an, sie kompensieren, sie arbeiten am System vorbei. Bis der Moment kommt, in dem Kompensation nicht mehr ausreicht.
Wenn Product Content Chaos zum Risiko für Management und Governance wird
Product Content Chaos wird in vielen Organisationen erst dann zu einem Thema auf Management- oder Vorstandsebene, wenn es eskaliert. Bußgelder, Audits, Rückrufe, Compliance Probleme, Reputationsschäden oder der Verlust wichtiger Kunden erzwingen dann Aufmerksamkeit.
In diesem Moment wird klar, dass Product Content Chaos kein operatives Einzelproblem ist. Es ist eine strategische Frage der Governance und Kontrolle über Produktinformationen und nicht länger „ein IT Thema“ oder „ein Marketingproblem“.
In solchen Situationen wird klar, dass es beim Product Content Management letztlich um Kontrolle geht. Darum, ob eine Organisation ihre eigenen Produktinformationen wirklich versteht und steuert und damit auch ihre Compliance, Skalierbarkeit und langfristige Widerstandsfähigkeit.

An diesem Punkt geht es nicht mehr darum, ob Produktinformationen besser gesteuert werden müssen, sondern darum, wie dies wirksam umgesetzt wird.
Product Information Management (PIM) als Fundament für konsistente Produktinformationen
Product Information Management (PIM) entsteht nicht aus einem Tool-Bedarf heraus. Es ist die Antwort auf fragmentierte Produktdaten, fehlende Governance und manuelle Workarounds, die Product Content Chaos verursachen.
Ein PIM System schafft eine zentrale, verbindliche Quelle für Produktinformationen. Es definiert Datenmodelle, Verantwortlichkeiten und Prozesse entlang des gesamten Produktlebenszyklus. Von der Erstellung über die Pflege bis zur kanalübergreifenden Ausspielung.

Entscheidend ist dabei: PIM löst Product Content Chaos nicht automatisch. Ohne klare organisatorische Verantwortung und abgestimmte Prozesse bleibt auch ein PIM System wirkungslos.
Wie Product Content Chaos operative Teams langfristig ausbremst
Hinter jedem fragmentierten System und jedem manuellen Workaround stehen operative Teams, die das Chaos im Produktdatenmanagement täglich kompensieren. Product Owner, Category Manager und Channel Manager korrigieren Fehler und sichern Lieferfähigkeit trotz struktureller Defizite.
Oft sind sie die Ersten, die spüren, dass organisatorisch etwas grundlegend nicht stimmt. Sie erkennen, dass die Situation nicht nachhaltig ist, haben aber Schwierigkeiten, sie als strukturelles Problem zu formulieren und nicht nur als vorübergehende Unannehmlichkeit.
Statt struktureller Verbesserung bleibt es beim professionellen Dauerfeuerlöschen. Das Chaos im Product Content Management wird bewältigt, aber nicht gelöst.
Eine PIM Software kann hier Abhilfe schaffen.
Warum Product Content Chaos auf Dauer Wettbewerbsfähigkeit kostet
Eines der häufigsten Missverständnisse rund ums Chaos im Product Content Management ist die Annahme, dass es sich von selbst stabilisieren wird, dass es vorübergehend ist oder dass es einfach der Preis des Wachstums ist.
In der Realität nimmt Komplexität innerhalb des Product Content Managements selten ab.
Neue Kanäle, strengere Regulierung und wachsende Produktportfolios verschärfen das Product Content Chaos kontinuierlich.
Organisationen, die Verbesserungen aufschieben, treten nicht auf der Stelle, sondern verlieren den Anschluss. Während interne Teams damit beschäftigt sind, Komplexität zu managen, entwickeln sich Wettbewerber weiter. Die Time to Market verlangsamt sich, Verkaufschancen gehen verloren, Marktanteile erodieren und die Markenkonsistenz leidet.
Langfristig wirkt sich das direkt auf Vertrauen und Loyalität der Kunden aus.
Nicht zu handeln ist keine neutrale Haltung. Es ist die bewusste Entscheidung, die durch das Chaos entstehenden Kosten in die Zukunft zu verschieben, meist bis sie deutlich höher ausfallen.
Product Content Chaos erkennen: Der erste Schritt zu nachhaltigen Lösungen
Bevor Organisationen ihr Product Content Management sinnvoll verbessern können, müssen sie bereit sein, das Problem “Product Content Chaos” beim Namen zu nennen und als strukturelle Realität anzuerkennen. Nicht nur als Tool Problem, sondern auch als organisatorisches Problem.
Wichtig: Product Content Chaos ist kein Zeichen von Versagen. Es ist ein Signal dafür, dass bestehende Strukturen im Product Content Management nicht mehr zur Komplexität des Unternehmens passen.
Erst wenn Organisationen Product Content Chaos klar benennen und als strukturelle Herausforderung verstehen, wird nachhaltige Verbesserung möglich. Nicht nur mithilfe von Tools wie einem PIM-System, sondern auch durch klare Verantwortung rund um die Prozesse im Rahmen des Product Content Managements.
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