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Automotive Aftermarket 2026:
Zukunftssichere Prozesse für den
modernen Teilehandel

Auto in der Montage

Der Kfz-Aftermarket ist großen Herausforderungen ausgesetzt. Der mündige, preisbewusste Käufer setzt OEMs und IAM-Anbieter gleichermaßen unter Druck. Wer seine Produktdaten nicht im Griff hat, verliert das Rennen um die Gunst der Werkstätten und Endkunden.

Die neue Realität im Automotive Aftermarket

Der IAM sieht sich Herausforderungen gegenüber, die umfassend und global von Bedeutung sind. Auf vier dieser Herausforderungen gehen wir im Folgenden näher ein.

Herausforderung 1: Alternde Fahrzeuge & Preissensitivität

Die Simon-Kucher Global Automotive Study 2025, für die 6.780 Autokäufer in 20 Märkten befragt wurden, zeichnet ein eindeutiges Bild: Der Fahrzeugkäufer von heute ist selbstbewusster, informierter und preissensibler als je zuvor. Das hat direkte Konsequenzen über den Neuwagenmarkt hinaus bis tief in den Automotive Aftermarket hinein.

um 46% sinkende Kaufkraft

46 % der Verbraucher weltweit erwarten, dass ihre Kaufkraft sinkt.
Gleichzeitig planen 54 %, ihr aktuelles Fahrzeug länger zu behalten.

Was bedeutet das?

1. Fahrzeuge bleiben länger auf der Straße
2. Wartungs- und Reparaturintervalle nehmen zu
3. die Nachfrage nach Ersatzteilen und Serviceleistungen im Aftermarket wächst- allerdings unter enormem Kostendruck.

84% Autos ohne Garantie

S&P Global geht davon aus, dass bis Ende 2026 in Europa rund 371 Millionen Fahrzeuge
außerhalb der Garantiezeit auf den Straßen unterwegs sein werden. Das entspricht etwa
84 % des gesamten Fahrzeugbestands in dieser Region.

Was folgt daraus?

Sollte dies eintreten, bedeutet das, dass dem Aftermarket ein riesiger Fahrzeugpool zur Verfügung stehen wird, der mit Ersatzteilen, Wartung, Reparaturen sowie Fahrzeugdiagnosetools und Instandhaltung versorgen werden muss.

Europa ist zudem der weltweit größte VIO-Markt (Vehicles in Operation) und weist die höchste durchschnittliche Anzahl an Leichtfahrzeugen auf. Voraussichtlich wird das Durchschnittsalter 2026 die 14-Jahres-Marke überschreitet und bis 2034 auf 16 Jahre ansteigt.

Die Hauptfaktoren für den Anstieg des Durchschnittsalters sind:

  • Steigende Preise bei Neufahrzeugen
  • Unsicherheiten hinsichtlich batterieelektrischer Fahrzeuge (BEVs)
  • erschwingliche Wartungskosten

Darüberhinaus sind im Nordamerikanischen Raum laut einer AAPEX Studie 61% der Studienteilnehmer trotz der wirtschaftlich schwachen Lage ebenfalls der Ansicht, dass die Nachfrage nach Ersatzteilen und Serviceleistungen steigen werden.

Nachfrageerwartung

Gleichzeitig sehen die Befragten für den Aftermarket die größten Probleme in der durch Kriege und Krisen verursachten Unsicherheit (45%) sowie die Schwierigkeit die von den Kunden erwarteten geringen Preise auch anbieten zu können (31%). Denn während den Unternehmen selbst höhere Kosten entstehen, reagieren die Verbraucher aufgrund der Auswirkungen der Inflation auf die Lebenshaltungskosten in allen Bereichen zurückhaltend.

Preis ist und bleibt der zentrale Entscheidungstreiber. In westlichen Märkten ist die Bedeutung von Preiskriterien bei der Fahrzeugentscheidung bis zu 15 % höher als in asiatischen Märkten. Wer im Aftermarket Teile und Zubehör verkauft, spürt diesen Druck unmittelbar. Denn die Erwartungshaltung der Kunden nach preiswerten Fahrzeugen überträgt sich auch auf Ersatzteile und Serviceleistungen.

Neben der Preissensibilität kommen weiterer Aspekte zu tragen, die von gravierender Bedeutung für den Automotive Aftermerket sind.

Herausforderung 2: Elektrofahrzeuge, Fahrassistenzsysteme und neue Modelle verändert das Sortiment fundamental

1. Elektrofahrzeuge

Elektromobilität ist kein Zukunftsthema mehr. Sie ist längst Gegenwart, und sie verändert den Aftermarket strukturell.

Kauf E-Auto

96 % der aktuellen EV-Fahrer wollen beim nächsten Fahrzeug wieder ein
Elektroauto kaufen.
Die EV-Durchdringung schreitet global fort, auch wenn sie regional
unterschiedlich verläuft. In Asien erwägen je nach Land bis zu 85 % der Verbraucher ein
Elektrofahrzeug, in Europa liegt die Bandbreite bei 46 % bis 79 % je nach Markt.

Was bedeutet das für den Aftermarket?

Das klassische Sortiment rund um Verbrenner-Komponenten verliert mittelfristig an Bedeutung.
Gleichzeitig entstehen neue Teilekategorien:

  • Batterie-Management
  • Ladetechnik
  • elektrische Antriebskomponenten
54% würden gebrauchtes E-Auto kaufen

54 % der Verbraucher würden ein gebrauchtes Elektrofahrzeug kaufen oder leasen.
Von den 46 %, die dies nicht tun würden nennen 65 % Bedenken zur Batterielebensdauer als
Haupthindernis und 34 % fehlende Garantie- oder Serviceleistungen.

Wer also im IAM Batteriezertifikate, Service-Garantien und verlässliche Teiledaten für EV-Komponenten anbieten kann, hat einen strukturellen Vorteil.

2. Fahrassistenzsysteme

132 Mio Autos mit ADAS

Bis Ende 2026 werden über 132 Millionen Fahrzeuge auf europäischen Straßen über
irgendeine Form von Fahrerassistenzsystemen (ADAS) verfügen. Bis 2035 werden
über 82 % des Fahrzeugbestands in Großchina, 69 % in Nordamerika und 62 % in
Europa mit ADAS ausgestattet sein.

Diese weitreichende Integration von ADAS in Fahrzeuge wird von Aftermarket-Anbietern und Werkstätten verlangen, ihre Servicekapazitäten und Geschäftsmodelle anzupassen, um den Anforderungen dieser fortschrittlichen Systeme gerecht zu werden.

3. Steigende Modellvielfalt

Auch die Modellvielfalt wächst explosionsartig. Besonders Chinesen wie BYD, NIO und Chery gewinnen international an Marktanteilen. Die Skepsis außerhalb Chinas gegenüber chinesischen Fahrzeugen schwindet langsam.

Bereitschaft zu chinesischem Auto

43 % der Verbraucher würden eine chinesische Marke in Betracht ziehen. Dies ist ein
Anstieg von 4 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.

Herausforderung 3: Transparenz und Vertrauen als neue Wettbewerbsparameter

Predictive Maintanance

71 % der Verbraucher sehen in Predictive Maintenance, also vorausschauender
Wartung, einen echten Mehrwert.
Sie wollen wissen, wann welche Teile fällig werden,
bevor ein Schaden entsteht. 64 % bevorzugen gebündelte, vorausbezahlte Service-
Pakete.
Das setzt voraus, dass Aftermarket-Anbieter ihre Produktinformationen präzise,
vollständig und maschinenlesbar bereitstellen können.

Gleichzeitig ist die Qualität von Produktinformationen im Aftermarket kein Nice-to-have mehr, sondern Kaufkriterium.
Online-Plattformen für Fahrzeugteile sind längst etabliert: Endkunden nutzen sie, um Teilepreise zu vergleichen, Spezifikationen zu recherchieren und Werkstätten auf deren Preise anzusprechen.

Wer fehlerhafte oder unvollständige Daten liefert, verliert Aufträge oder riskiert Retouren und Reklamationen.

Die Studie zeigt zudem: 82 % der Verbraucher wollen den finalen Kauf nach wie vor beim Händler abschließen. Die menschliche Komponente bleibt also unverzichtbar. ABER die Vorphase, die Recherche, der Vergleich und die Konfiguration, all das läuft digital.

Herausforderung 4: Zunehmende Komplexität der Kfz-Datenlandschaft

Der Aftermarket kämpft mit einer Herausforderung, die mit jedem neuen Modell und jedem neuen Modelljahrgang wächst: Die Beziehungen zwischen Teilen, Motoren und Fahrzeugen werden immer komplexer.

Ein einziges Produkt kann für hunderte von Fahrzeugvarianten relevant sein – oder eben nicht. Wer hier Fehler macht, verliert schnell an Vertrauen und verprellt zukünftige oder wiederkehrende Kunden. Denn wer etwa das falsche Teil in die Werkstatt liefert, riskiert im besten Fall eine Retoure. Im schlechtesten Fall führt das zu einem gravierenden Sicherheitsmangel.

Hinzu kommen:

  • steigende regulatorische Anforderungen in mehreren Märkten
  • wachsende Ansprüche an digitale Katalogformate (TecDoc, ACES, PIES, Fraga)
  • und der Druck, Daten immer schneller und in immer mehr Kanälen verfügbar zu machen.

Die Antwort: AutomotivePIM von Bertsch Innovation

All den oben genannten Herausforderungen begegnet AutomotivePIM. Die extra für die speziellen Gegebenheiten des Automotive Aftermarket konzipierte PIM- und DAM-Lösung dient als zentrale Plattform zur Verwaltung, Anreicherung und Veröffentlichung von Produkt- und Mediendaten. Und zwar genauso, wie es die Akteure im Aftermarket vorgeben.

AutomotivePIM stellt die komplexen Beziehungen zwischen Ersatzteilen, Motoren und Fahrzeugen in den Mittelpunkt. Ein Blick auf die Zahlen aus einem realen Kundensystem zeigt die Dimension, die die Plattform beherrscht:

Zahlen aus Kundensystem

Diese Zahlen machen deutlich: AutomotivePIM ist genau für jene Komplexität konzipiert, die den modernen Aftermarket ausmacht.

Kernfähigkeiten, die den Unterschied machen

1. Vollständige Kontrolle über Teile-Fahrzeug-Beziehungen

AutomotivePIM ermöglicht den flexiblen und gleichzeitig automatisierten Import und Export sowie die Zuordnung von Ersatzteilen zu Motoren und Fahrzeugen.

2. Globale Fahrzeugdatenformate nativ unterstützt

TecDoc, ACES, PIES, Fraga und weitere Formate werden direkt unterstützt.

3. Sortimentserweiterung auf solider Datenbasis

Der Wunsch, mehr Produkte an denselben Kunden mit höherer Marge zu verkaufen, ist im Aftermarket allgegenwärtig.

4. Schnellere Time-to-Market

Die Zusammenarbeit zwischen R&D, Fertigung und Vertrieb wird in AutomotivePIM durch strukturierte Workflows und klare Freigabeprozesse beschleunigt.

5. Omnichannel-Publishing aus einer Quelle

Webshops, Marktplätze, Mobile Apps, TecDoc, Händlerportale, Web2Print etc. Alle Kanäle werden konsistent aus einer einzigen, gepflegten Datenbasis versorgt.

6. KI-gestützte Automatisierung

Automatisches Tagging, KI-gestützte Datenqualitäts-Checks und intelligentes Feld-Mapping beim Import reduzieren den manuellen Aufwand drastisch.

Fazit: Produktdaten als strategischer Vorteil

Eines ist klar: Der Automotive-Markt 2026 belohnt Anbieter, die Transparenz, Verlässlichkeit und Konsistenz liefern können. Preissensible Verbraucher, wachsende EV-Sortimente, digitale Kaufentscheidungen und komplexe Vertriebslandschaften machen präzise, vollständige Produktdaten zum strategischen Vorteil.

Aftermarket-Unternehmen, die ihre Produktdatenprozesse noch auf manuellen Workflows oder fragmentierten Systemen betreiben, riskieren nicht nur operative Ineffizienz. Sie riskieren Relevanz zu verlieren und gegenüber der Konkurrenz ins Hintertreffen zu gelangen.

AutomotivePIM von Bertsch Innovation bietet die technologische Grundlage, um dieser Herausforderung zu begegnen.

Möchten Sie sehen, wie AutomotivePIM in Ihrer Systemlandschaft funktioniert? Sprechen Sie uns an – wir zeigen Ihnen AutomotivePIM live, zugeschnitten auf Ihren Anwendungsfall.

Quellen:
– S&P Global: Automotive Aftermarekt Industry Trends
– “2026 State of the Automotive Aftermarket Survey Report” – AAPEX, 2026
– “Global Automotive Study 2025” – Simon-Kucher/ Q2 2025

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